BuKi - Hilfe für Kinder in Osteuropa e.V.

BuKi – Hilfe für Kinder in Osteuropa e.V., ist eine private Initiative aus Bad Saulgau, die in Cidreag, einer 1.200 Einwohner zählenden Gemeinde im Nordwesten Rumäniens, eine Betreuungsstätte für Roma-Kinder unterhält.

Der Name BuKi bedeutet ursprünglich ‚Kinderhilfe Bulgarien‘, denn unsere Hilfsaktionen starteten 2005 im bulgarischen Kardjali. Dort unterstützte BuKi ein Heim mit kranken und schwerstbehinderten Kindern.

BuKi - wie alles begann

Während einer Rumänienreise von Heidi Haller und Peter Wielath im Februar 2008 ist sie auf die erbärmlichen Lebensverhältnisse von ca. 50 Roma-Familien gestoßen. Ihre Erzählungen und Bilder haben dazu geführt, dass BuKi in Cidreag aktiv wurde und heute ausschließlich dort tätig ist. Wir konnten es nicht glauben, dass Menschen in Europa unter derart unwürdigen Verhältnissen leben müssen.

 

Dieses Ausmaß an Armut machte uns betroffen
und wir handelten

 

Beginn mit Hilfstransporten

Zwischen 2008 und 2010 führten wir sieben Hilfstransporte durch und beförderten mehrere Tonnen an Kleidern, Schuhen, Betten, Medikamente, Lebensmittel und Kinderwägen in das Dorf. Wir haben die Menschen in ihren Elendshütten besucht und Gutscheine verteilt. So stellten wir sicher, dass wirklich nur jene Menschen Spenden erhielten, die auch bedürftig waren. Darüber hinaus bauten wir 4 Häuser, um Familien aus völlig widrigen Lebensverhältnissen einen Neuanfang zu ermöglichen. Die Kinder dieser Familien werden auch heute noch von BuKi betreut.

Trotz aller persönlichen Betroffenheit mussten wir feststellen, dass Hilfstransporte zwar nützlich sind, um Menschen in einer Notlage zu unterstützen, wir konnten sie damit aber nicht aus ihrer widrigen Lebenssituation führen. Aus dieser Erkenntnis heraus stellten wir die Hilfstransporte ein und gründeten stattdessen unsere Betreuungsstätte für Roma-Kinder – das BuKi-Haus. Damit eröffneten wir die Möglichkeit den Familien und Kindern eine nachhaltige Unterstützung anzubieten.

 

 

Mit Hilfstransporten wird die Struktur der Armut gefestigt
und nicht aufgebrochen

Das BuKi-Haus

Lernen als Basis einer nachhaltigen Entwicklung. Im Januar 2011 starteten wir mit der Betreuung von Kindern im Grundschulalter. Etwa 25 Roma-Kinder besuchen täglich unser BuKi-Haus. Sie erhalten morgens ein Frühstück, nehmen ihre Schulsachen, die im BuKi-Haus aufbewahrt werden, gehen zur Schule, kommen nachmittags ins BuKi-Haus zurück, erhalten einen Mittagstisch und werden im Anschluss daran pädagogisch betreut. Den Kindern macht das BuKi-Haus Spaß, sie kommen freiwillig und die Mehrzahl von ihnen auch regelmäßig.

 

BuKi fördert und fordert, denn nur wenn die Kinder die Schule besuchen,
dürfen sie ins BuKi-Haus kommen.

 

Das BuKi-Haus ist mehr als Alphabetisierung

Die sozialen Hürden der Kinder sind so gravierend, dass die Kinder außerhalb ihrer Gemeinschaft nicht akzeptiert und automatisch abgelehnt werden. BuKi kümmert sich um eine geregelte Tagesstruktur, um die Ernährung und die Gesundheit der Kinder. Sechs der 25 Kinder kommen aus desolaten familiären Verhältnissen. Sie werden zwei Mal in der Woche im BuKi-Haus gewaschen und mit frischen Kleidern versorgt

BuKi bildet eine Brücke zwischen den Roma-Kindern und ihrem gesellschaftlichen Umfeld.
Wir federn ihre sozialen Hürden ab und ermöglichen Ihnen so die Akzeptanz in der Schule
und die Integration in die rumänische Gesellschaft.